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Optix Pro ist ein Fernwartungstool für Microsoft Windows, das meist illegal eingesetzt wird. In Optix Pro, einem frei verfügbaren Trojaner, der Hintertürchen auf PCs öffnet, ist selbst eine Backdoor enthalten. Über den Trojaner lassen sich kompromittierte Windows-Systeme aus der Ferne kontrollieren und etwa Tastatureingaben (siehe: Keylogger) mitlesen oder Bilder aus einer Webcam übertragen. Des Weiteren kann ein Angreifer mit Optix Pro Antivirenprogramme und Firewallsoftware abschalten. Aufgrund der komfortablen Remote-Administration-Funktionen (siehe: Virtual Network Computing) setzen allerdings auch einige Anwender den Optix-Pro-Server gewollt auf Systemen zur Fernwartung ein.

Normalerweise ist der Zugriff auf das Tool nur durch ein vergebenes Kennwort möglich. Über das doch schwer zu erratende fest eingebaute Master-Passwort kjui3498fjk34289890fwe334gfew4ger$"sdf können aber auch Unbekannte auf das System zugreifen. Der Autor des Trojaners gibt auf seiner Homepage auch freimütig zu, das Master-Passwort zur eigenen Sicherheit eingebaut zu haben. Leider ist das Passwort wahrscheinlich schon Anfang des Jahres 2004 in die falschen Hände geraten. Jedenfalls sah sich s13az3, so das Pseudonym des Entwicklers, gezwungen die Hintertür öffentlich einzugestehen und davor zu warnen. Betroffen sind alle Versionen von 1.0 bis 1.2. Ab den Versionen 1.32 ist laut Software-Autor die Backdoor mit einem neuen Master-Passwort versehen, welches aber mit MD5 und Blowfish verschlüsselt wurde und nie unverschlüsselt im Speicher abgelegt wird.